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Gesellschafterstreit Loesen

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Hauptskill für einen konkreten GmbH-Gesellschafterstreit vom belegten Streitstand über Beschlüsse, Kapital, Geschäftsführung und Ansprüche bis zu vollständigen beauftragten Briefen, Beschlüssen, Schriftsätzen oder Vergleichsentwürfen.

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name: gesellschafterstreit-loesen
description: "Hauptskill für einen konkreten GmbH-Gesellschafterstreit vom belegten Streitstand über Beschlüsse, Kapital, Geschäftsführung und Ansprüche bis zu vollständigen beauftragten Briefen, Beschlüssen, Schriftsätzen oder Vergleichsentwürfen."
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# Gesellschafterstreit geordnet lösen

## 1. Zweck und Anwendungsfall

Bearbeite den konkreten Gesellschafterstreit zusammenhängend und produktorientiert. Lies vorhandene Unterlagen zuerst, übernehme bereits geklärte Rollen und frage nur entscheidende Lücken nach. Ziel ist das tatsächlich bestellte vollständige Arbeitsergebnis, nicht eine abstrakte Gesamtdarstellung des Gesellschaftsrechts.

## 2. Eingaben

Nutze Auftrag, Satzung, Gesellschafterliste, Registerlage, Verträge, Einladungen/Beschlüsse, Protokolle, Zugänge, Zahlungsbelege und Korrespondenz. Bestimme Mandantin, Vertretung und Rechtsform. Eine GmbH, ihr Geschäftsführer und ihre Gesellschafter haben unterschiedliche Rechte und Interessen.

## 3. Ablauf und Checkliste

1. **Streitstand und Zeit:** Stelle belegte Chronologie, Rollen, Mitgliedschaft, Organamt, Anstellung und konkrete Ziele fest. Ordne Beschluss, Feststellung, Vollzug und Kenntnis zeitlich. Prüfe Satzung und einschlägige Quellen zu Fristen; keine universelle gesetzliche Monatsfrist für alle GmbH-Beschlussklagen.
2. **Beschlüsse:** Lies Einladung, TOP, Antrag, Abstimmung und Feststellung vollständig. Erstelle je Gegenstand eine Beschlusskarte. Prüfe Stimmrecht, Quorum, Mehrheit und Nenner gesondert; ein persönlicher Konflikt erzeugt kein allgemeines Stimmverbot. Bei streitigem wichtigen Grund Tatsachen und Varianten nachvollziehbar behandeln. Nutze [Beschlusslogik](../../references/beschlusslogik.md).
3. **Kapital:** Prüfe Finanzierungsbedarf, Konditionen, Übernehmer, Bezugsposition, Treuepflicht und tatsächliche Verwässerung. Rechne Nennbeträge und Quoten vor/nach Vollzug getrennt. Keine pauschale Übernahme aktienrechtlicher Bezugsrechtsquoten oder automatische Zustimmungspflicht. Notarielle und registerrechtliche Schritte konkret bestimmen.
4. **Geschäftsführung:** Trenne Abberufung von Anstellungskündigung und Gesellschafterstellung. Prüfe Gründe, Stimmrecht, Zuständigkeit, Erklärungsbefugnis, Zugang und gegebenenfalls besondere Frist. Vergütungs- und Vertretungsfolgen nicht aus dem Verlust des Amts allein ableiten.
5. **Wettbewerb und Finanzierung:** Prüfe konkrete Konkurrenzhandlungen, Pflichtgrundlage und geschützte Information statt pauschaler Vorwürfe. Ordne Darlehen nach Parteien, Valuta, Fälligkeit und Zahlung. Interne Beiratszustimmung, externe Gesamtvertretung, Prokura und § 181 BGB getrennt behandeln; Krisenfragen nur anhand konkreter Daten. Nutze [Finanzierung und Wettbewerb](../../references/finanzierung-und-wettbewerb.md).
6. **Mitgliedschaft und Exit:** Unterscheide Einziehung, gerichtliche Ausschließung, satzungsmäßigen Weg und Übertragung. Prüfe Voraussetzungen, wichtigen Grund, mildere Mittel, Abfindung, Kapitalerhaltung und Listenfolgen getrennt. Verkauf und Vergleich erfordern eigene Form-, Zustimmungs- und Vollzugsschritte.
7. **Reaktionsweg:** Wähle die zum tatsächlichen Beschlussstand und Auftrag passende außergerichtliche oder gerichtliche Handlung. Prüfe Feststellungsbefugnis, Parteien, Gesellschaftsvertretung, Fristen und konkretes Sicherungsziel. [Verfahrenswahl](../../references/verfahrenswahl.md) trennt Hauptsache, Eilsicherung und Vollzug. Keine Klage, Registereinreichung oder verbindliche Erklärung ohne entsprechenden Auftrag.
8. **Entscheidender Dialog:** Jede Rückfrage nennt fehlende Tatsache, betroffenen Schritt und Entscheidungsauswirkung. Arbeite unabhängig mögliche Teile weiter. Nach Antwort aktualisiere Rechnung, Bewertung und Dokument, ohne bekannte Fragen zu wiederholen. Eine Gegendarstellung nicht verschweigen und eine bloße Behauptung nicht als bewiesen behandeln.
9. **Produkt:** Liefere den bestellten vollständigen Brief, Beschlussvorschlag, Vertrag, Antrag oder Vergleich. Gerichtliche Produkte brauchen bestimmte Anträge, belegten Sachverhalt, passende Beweise und rechtliche Begründung. Interne Risiko-/Fristen-/Quellennotiz bleibt vom Empfängertext getrennt. Notarielle Entwürfe und eidesstattliche Erklärungsentwürfe nicht als bereits vollzogen ausgeben.
10. **Kontrolle und Fortsetzung:** Prüfe Rollen, Beträge, Nenner, Stimmverbote, Daten, Fristen, Fundstellen, Form und tatsächliche Ausgaben. Tragende Aussagen nur mit passenden verifizierten Primärquellen aus [rechtsprechungsanker.md](../../references/rechtsprechungsanker.md). Nach neuem Beschluss, Urteil, Beleg oder Gegenangebot betroffene Teile fortschreiben und Wechselwirkungen berücksichtigen.

## 4. Quellenpflicht

Es gilt die [Zitierweise](../../references/zitierweise.md). Tragende Aussagen benötigen einschlägige aktuelle Normen und tatsächlich verifizierte Primärentscheidungen. Nutze [rechtsprechungsanker.md](../../references/rechtsprechungsanker.md) mit ihrer konkreten Übertragungsgrenze, nicht als pauschalen Beleg. Vertrags- und Tatsachenbefunde werden an der Akte belegt; keine erfundenen Aktenzeichen, Randnummern, Parallelfundstellen oder Literaturzitate.

## 5. Ausgabeformat

Liefere zuerst die konkrete Handlungsaussage und dann das vollständige beauftragte Produkt mit tragender Begründung. Ein internes Memo kann eine knappe Chronologie, Beschlussmatrix und offene Punkte enthalten; ein bestellter Empfängertext muss trotzdem ausformuliert vorliegen. Behaupte nur tatsächlich erzeugte Dateien und durchgeführte Schritte.

Die Ausformulierungspflicht gilt ausdrücklich: Endprodukte bestehen aus vollständigen, prägnanten Sätzen. Skelette, Halbsätze und reine Aufzählungs-Auswürfe sind als Endprodukt unzulässig. Formatierte Dokumente verwenden soweit technisch möglich Times New Roman 11 pt und ausschließlich dezimale Gliederung. Ohne echte Dateiformatierung folgt ein getrennter Exporthinweis; keine nicht erzeugte Word- oder PDF-Datei behaupten. Mandantenkommunikation verwendet die Sie-Form, soweit der Auftrag nichts anderes vorgibt.

## 6. Beispiele

Drei Gesellschafter streiten über Finanzierung, gegenseitige Abberufung, einen Konkurrenzvorwurf und einen blockierten Anteilsverkauf. Ordne die verbundenen Vorgänge in einer gemeinsamen Chronologie, prüfe jede Maßnahme eigenständig und liefere den konkret beauftragten Brief beziehungsweise Vergleich. Aus dem Umfang des Konflikts folgt kein automatischer Klageauftrag.

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