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Gesellschafterversammlung Organisieren

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Organisiert GmbH- und UG-Gesellschafterversammlungen von Unterlagen, Einladung und Nachträgen bis zu ausfüllbarem Leitfaden, tatsächlichem Protokoll und Vollzug. Hauptproblem-Skill für den gesamten Vorgang; Einstieg auch bei begonnener Einladung oder konkretem TOP. Keine AG-Hauptversammlung oder Unternehmensgründung.

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name: gesellschafterversammlung-organisieren
description: "Organisiert GmbH- und UG-Gesellschafterversammlungen von Unterlagen, Einladung und Nachträgen bis zu ausfüllbarem Leitfaden, tatsächlichem Protokoll und Vollzug. Hauptproblem-Skill für den gesamten Vorgang; Einstieg auch bei begonnener Einladung oder konkretem TOP. Keine AG-Hauptversammlung oder Unternehmensgründung."
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# Gesellschafterversammlung organisieren

## 1. Zweck und Anwendungsfall

Führe den konkreten Versammlungsauftrag zu verwendbaren Dokumenten. Der Hauptproblem-Skill übernimmt die Bearbeitung selbst; die fünf Fachskills vertiefen bei Bedarf eine Teilfrage. Erzeuge keine bloße Aufgabenliste als Ersatz für Einladung, Beschlussvorschlag oder Leitfaden. Eine GmbH & Co. KG benötigt für ihre KG einen gesonderten Auftrag und Regelabgleich; die GmbH-Regeln gelten nicht automatisch für beide Gesellschaften.

## 2. Eingaben

Lies zuerst den Auftrag und die tatsächlich verfügbaren Dateien: vollständige aktuelle Satzung samt Änderungen, Registerstand und Gesellschafterliste, Vollmachten, relevante Nebenvereinbarungen, Beschlussvorlagen sowie vorhandene Einladungen und Zugangsbelege. Übernimm bereits genannte Rolle, Termin, Format, TOP und gewünschten Bearbeitungsstand. Frage nur nach entscheidenden Lücken. Keine private Anschrift, Nennbeträge, Zustimmung, Versand- oder Zugangstatsache erfinden.

Bei bloßem Start etwa fragen: „Für welche GmbH oder UG, welche Beschlüsse und welchen Termin bereiten wir die Versammlung vor, und liegt die aktuelle Satzung vor?“ Liefern Unterlagen einzelne Angaben schon, kürze die Frage entsprechend. Kläre bei einer streitigen Versammlung, für wen der Nutzer handelt; die Belegdarstellung bleibt von der vertretenen Rechtsposition unterscheidbar.

## 3. Ablauf und Verzweigungen

### 3.1. Im bestehenden Vorgang beginnen

Bestimme, ob eine erste Einladung, ein Nachtrag, ein Leitfaden für eine bereits eingeladene Versammlung oder ein Protokoll nach dem Termin gebraucht wird. Erstelle sofort die unabhängig bearbeitbaren Teile. Fehlt eine entscheidende Satzungsseite, bleibe nicht bei „Unterlagen fehlen“ stehen: fordere sie konkret nach und kennzeichne nur die betroffenen Regeln als offen.

### 3.2. Regeln und Einberufungsweg belegen

Bei unklarem Bestand `unterlagen-und-versammlungsregeln-pruefen` einsetzen. Erfasse für die aktuelle Gesellschaft Einberufungsbefugnis, Beteiligte, Zustellwege, Fristen, Format, Vertretung, Beschlussfähigkeit, Mehrheit, Leitung und Protokoll. Jede Regel erhält ihre Satzungsklausel oder eine aktuelle gesetzliche Grundlage. Eine schuldrechtliche Gesellschaftervereinbarung wird nicht ungeprüft zur Satzungsregel. Nutze [Rechtsgrundlagen](../../references/rechtsgrundlagen.md) und nur die einschlägigen [Entscheidungsanker](../../references/rechtsprechung.md).

### 3.3. Einladung und spätere Änderungen ausarbeiten

Mit `einladung-und-tagesordnung-erstellen` die vollständige Einladung, präzise TOP, Beschlussvorschläge und benötigten Anlagen erstellen. Für fehlende Empfängerangaben eine abgegrenzte Versandlücke sichtbar machen. Bei Nachträgen `nachtraege-und-minderheitsverlangen-bearbeiten` verwenden; ursprüngliche Einladung, Ergänzung und konsolidierte Tagesordnung mit Datum verbinden. Ein Ergänzungsschreiben ersetzt keine erforderliche Ersteinladung an einen bislang übergangenen Gesellschafter. Bei unmöglicher Frist einen konkreten anderen Termin oder rechtlich geprüften Verfahrensweg vorbereiten.

### 3.4. Die Versammlung als offenen Ablauf vorbereiten

Erstelle einen durchführbaren Leitfaden mit Sprechtexten, genauen Anträgen und offen auszufüllenden Protokollfeldern. Trenne vorformulierte Vorschläge von tatsächlich beobachteten Vorgängen. Vor dem Termin werden keine Anwesenheit, Rügeverzichte, Zustimmung, Stimmen, Ergebnisverkündung oder Unterschriften bestätigt. Das gewünschte Video- oder Hybridformat und ein Umlaufbeschluss erhalten jeweils ihren eigenen Rechtsgrundlagen- und Zustimmungsabgleich.

### 3.5. Streitige TOP rechnen und dokumentieren

Nutze `stimmen-und-beschluesse-dokumentieren`, wenn Voten vorliegen oder ein ausdrücklich bezeichnetes Rechenszenario verlangt ist. Prüfe Stimmverbote TOP-bezogen; die bloße Behauptung eines wichtigen Grunds ist keine abschließende Tatsachenfeststellung. Rechne bei Streit mit und ohne die umstrittenen Stimmen und lege beide Nenner offen. Der [Stimmenprüfer](../../references/stimmenrechnung.md) hilft bei der Arithmetik, nicht bei der Rechtsentscheidung. Dokumentiere die tatsächliche Feststellung gesondert und prüfe, woher die feststellende Person ihre Kompetenz herleitet. Aus Mehrheitsbestellung zur Versammlungsleitung folgt nicht ungeprüft eine Befugnis zur verbindlichen Beschlussfeststellung.

### 3.6. Nach dem Termin fortführen und abschließen

Verarbeite die tatsächlich mitgeteilten Ereignisse im bestehenden Leitfaden. Mit `protokoll-und-vollzug-vorbereiten` das Protokoll und beauftragte Folgedokumente ausarbeiten. Organstellung, Dienstvertrag, gesellschaftsinterne Unterzeichnungsbefugnis und Registeranmeldung trennen. Notarielle Beurkundung erforderlicher Beschlüsse wird durch ein unterschriebenes Privatprotokoll nicht ersetzt. Keine universelle Klagefrist erfinden; bei Streit konkrete Anfechtungs- und Eilfragen mit aktuellem Verfahrensstand zur anwaltlichen Prüfung vorlegen. Kein Versand, keine Anmeldung und keine Erklärung gegenüber Dritten ohne entsprechenden Auftrag.

## 4. Quellenpflicht

Die [Zitierweise](../../references/zitierweise.md) gilt. Der Ausgangsbeitrag ist eine Arbeitsgrundlage, kein Nachweis jeder rechtlichen Aussage. Aktuelle Satzung, Sachverhaltsdatum, geltendes Recht und gelesene Rechtsprechung abgleichen. Keine Literatur aus Gedächtnis zitieren. Bei fehlendem Volltext die Aussage begrenzen und gezielt nachrecherchieren; nicht allein wegen einer ungelesenen Quelle sämtliche unabhängig möglichen Dokumententeile zurückhalten.

## 5. Ausgabeformat

Liefere die tatsächlich beauftragten Dokumente in vollständig ausformulierten Sätzen: Einladung und Ergänzungsschreiben, Beschlussvorlagen, Regiebuch mit offenen Protokollfeldern oder ein auf belegten Ereignissen beruhendes Protokoll. Die Ausformulierungspflicht verbietet Skelette und reine Stichwortsammlungen als Endprodukt. Sachlich notwendige Tabellen und auszufüllende Tatsachenfelder sind zulässig; fehlende Daten sind lesbare Platzhalter.

Formatierte Dokumente verwenden soweit technisch möglich Times New Roman 11 pt und ausschließlich dezimale Gliederung. Ohne Dateifunktion vollständig nutzbaren Text liefern und den Formatwunsch in einer gesonderten Exportnotiz nennen. Quellenprüfung, Rechenannahmen und noch entscheidende Rückfragen gehören in eine getrennte Bearbeitungsnotiz, nicht ungefragt in die Einladung. Versionsstand und fortgeltende Anlagen eindeutig ausweisen. Keine fertige DOCX, erfolgte Unterschrift oder erfolgte Zustellung behaupten, wenn sie nicht tatsächlich vorliegt.

## 6. Beispiele

„Satzung und Liste sind beigefügt; bereiten Sie die Jahresversammlung vor.“ Nutze die Unterlagen unmittelbar. Frage nach fehlenden Beschlussthemen oder dem Termin, entwirf dann die konkreten Dokumente und prüfe bei einer UG gegebenenfalls Rücklage und Sonderregeln.

„Die Einladung ging gestern heraus; heute verlangt eine Minderheit einen weiteren TOP.“ Setze am Nachtrag an, prüfe Adressaten, Zweck, Gründe und gesonderte Frist. Ersetze nicht stillschweigend den versandten Altstand.

„Wir haben schon abgestimmt; die Stimme des Geschäftsführers ist umstritten.“ Erfasse Wortlaut, Einzelvoten, beide Positionen und die tatsächliche Verkündung. Rechne die Varianten, ohne eine fehlende Feststellung oder anwaltliche Streitentscheidung zu erfinden.

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