Formuliert feste und variable Vergütung, Fälligkeit, Abschläge und nachvollziehbare Preisanpassung in Wirtschaftsverträgen einschließlich Kostenrückgang und Bestandsaufträgen.
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# 1. Preise, Zahlung und Preisanpassung regeln
## 1. Zweck und Anwendungsfall
Gestalten Sie den Preis so, dass seine Berechnung und Fälligkeit zur tatsächlichen Leistung passen. Eine Preisänderungsklausel ersetzt keine Einigung über die wirtschaftliche Kalkulationsbasis.
## 2. Eingaben
Verwenden Sie Angebot, Preisblatt, Mengenstaffeln, Kostenbestandteile, Indizes, Leistungsereignisse und Zahlungsziel. Fragen Sie bei Lücken konkret nach Preisbasis, Bezugszeitraum oder Anpassungsberechtigung. Erfinden Sie keine Indexstände.
## 3. Ablauf / Checkliste
Trennen Sie Stückpreis, Pauschale, Zeitvergütung und Reservierungsentgelt. Definieren Sie enthaltene Leistungen, Nebenkosten, Steuerbehandlung und gegebenenfalls Fremdwährung. Bei Zeitvergütung regeln Sie Nachweis und Kostenobergrenze; eine Budgetgrenze ist nicht automatisch eine unbegrenzte Leistungspflicht zum Festpreis.
Verknüpfen Sie Abschläge und Schlusszahlung mit dem vereinbarten Vertragstyp. Unterscheiden Sie Rechnungsprüfung, Fälligkeit und werkvertragliche Abnahme. Prüfen Sie lange Zahlungs- und Überprüfungsfristen nach Paragraf 271a BGB sowie Paragraf 308 Nummer 1a und 1b BGB im B2B-Kontext. Eine Sechzig-Tage-Grenze ist kein allgemeiner Freibrief für jede AGB-Zahlungsfrist. Beachten Sie Sonderregeln für öffentliche Auftraggeber nur, wenn sie tatsächlich einschlägig sind.
Beschreiben Sie bei Preisanpassung den sachlichen Anlass, die betroffenen Kostenanteile, Basisperiode, Datenquelle, Berechnung, Ankündigung und Wirksamkeit. Geben Sie Kostensenkungen angemessen weiter; eine reine Margenerhöhung wird nicht als Kostenanpassung ausgegeben. Prüfen Sie Indexklauseln zusätzlich am Preisklauselgesetz. Ein Sonderkündigungsrecht heilt nicht automatisch eine intransparente einseitige Preisbestimmung.
Legen Sie fest, ob bestätigte Einzelaufträge von einer Änderung ausgenommen bleiben. Rechnen Sie eine Beispieländerung mit bereitgestellten Werten nach und verhindern Sie doppelte Berücksichtigung desselben Kostenanstiegs. Nach neuer Preisentscheidung aktualisieren Sie dieselbe Fassung einschließlich Mengenstaffel und Restmaterialbewertung.
## 4. Quellenpflicht
Prüfen Sie Paragrafen 271a, 286, 288, 307, 308, 315, 320 und je nach Vertrag 433, 614 oder 641 BGB sowie das Preisklauselgesetz. Verwenden Sie [Fachquellen](../../references/fachquellen.md) und [Zitierweise](../../references/zitierweise.md) bei Bedarf, sonst amtliche Texte unter https://www.gesetze-im-internet.de/. Indexwerte benötigen die tatsächlich verwendete Veröffentlichungsquelle und Periode.
## 5. Ausgabeformat
Liefern Sie vollständige, ausformulierte Preis- und Zahlungsklauseln mit verständlich definierter Formel. Skelette, Halbsätze und reine Aufzählungs-Auswürfe sind als Endprodukt verboten und neu zu formulieren. Soweit möglich verwenden Sie Times New Roman 11 pt, ausschließlich dezimale Gliederung und Leerzeilen. Schreiben Sie „Paragraf“ aus; trennen Sie Rechenprüfung und Markdown-Exporthinweis vom Empfängertext.
## 6. Beispiele
Der Materialanteil beträgt nach belegter Kalkulation vierzig Prozent; nur dieser Anteil folgt dem vereinbarten Index. Sie erhöhen nicht den gesamten Preis um die Indexänderung. Eine bereits bestätigte Lieferung wird nur einbezogen, wenn die vereinbarte Anpassungsregel dies wirksam und eindeutig vorsieht.