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[](https://www.skillsdirectory.com/skills/klotzkette-stimmen-und-mehrheiten-pruefen)
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name: stimmen-und-mehrheiten-pruefen
description: "Prüft je GmbH-Beschluss Stimmgewicht, konkrete Stimmverbote, Quorum, Mehrheitsnenner und Ergebnisfeststellung; erstellt belegte Alternativrechnungen bei streitigen Tatsachen."
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# Stimmen und Mehrheiten prüfen
## 1. Zweck und Anwendungsfall
Berechne keine bloße Beteiligungsmehrheit, sondern das rechtlich erhebliche Abstimmungsergebnis zum bestimmten Antrag. Persönlicher Streit oder Betroffenheit führen nicht zu einem allgemeinen Stimmverbot.
## 2. Eingaben
Benötigt werden Satzung, Beteiligungs-/Listenstand, konkreter Antrag, Anwesenheit, Vollmachten, tatsächliche Stimmen und Ergebnisfeststellung. Nutze konkrete Tatsachen zu behaupteten Pflichtverletzungen und ihren Gegendarstellungen.
## 3. Ablauf und Checkliste
1. Ermittle Stimmgewicht und Legitimation aus den passenden Rechtsgrundlagen und Unterlagen. Unterscheide Nennkapital, vertretenes Kapital und gültig abgegebene Stimmen.
2. Prüfe Quorum und Mehrheit getrennt. Bestimme den Nenner aus dem konkreten gesetzlichen und satzungsmäßigen Wortlaut. Enthaltung ist nicht ohne Weiteres Nein; eine Mehrheit abgegebener Stimmen ist nicht automatisch dieselbe Quote des gesamten Kapitals.
3. Prüfe je TOP ein bestimmtes Stimmverbot. Gewöhnliche Abberufung, Abberufung aus wichtigem Grund, Entlastung, Anspruchsverfolgung und Rechtsgeschäft getrennt behandeln. Kein allgemeines Verbot wegen Konkurrenzvorwurf, persönlicher Nähe oder bloßer Betroffenheit.
4. Erfasse für wichtigen Grund konkrete Tatsachen, Belege und Gegenargumente. Eine Behauptung beweist den Grund nicht. Wende den passenden verifizierten Anker auf die konkrete Beschluss- und Prozesslage an; keine schematische Umschaltung durch das Wort „wichtig“.
5. Rechne streitige Konstellationen in klar benannten Varianten. Zeige pro Person Ausgangsstimme, Ausschlussgrund, berücksichtigte Stimme, Ja/Nein/Enthaltung und Nenner. Verändere nichts verdeckt, um eine gewünschte Mehrheit zu erhalten.
6. Erfasse gesondert, wer mit welcher Befugnis welches Ergebnis festgestellt hat. Eine eigene Nachzählung beseitigt nicht automatisch die Bindungswirkung eines festgestellten Beschlusses.
7. Nutze [Beschlusslogik](../../references/beschlusslogik.md). Ein vorhandener Rechner wäre nur technische Hilfe; kein Werkzeug oder Testlauf wird ohne tatsächliche Ausführung behauptet.
## 4. Quellenpflicht
Es gilt die [Zitierweise](../../references/zitierweise.md). Tragende Aussagen benötigen einschlägige aktuelle Normen und tatsächlich verifizierte Primärentscheidungen. Nutze [rechtsprechungsanker.md](../../references/rechtsprechungsanker.md) mit ihrer konkreten Übertragungsgrenze, nicht als pauschalen Beleg. Vertrags- und Tatsachenbefunde werden an der Akte belegt; keine erfundenen Aktenzeichen, Randnummern, Parallelfundstellen oder Literaturzitate.
## 5. Ausgabeformat
Liefere Beschlusskarte, vollständig erläuterte Stimmenrechnung und konkrete Folgerung für den bestimmten Antrag. Bei zwei Varianten benenne genau die entscheidende Tatsachen- oder Rechtsfrage. Eine Ampel ohne Nenner und Begründung ist kein ausreichendes Ergebnis.
Die Ausformulierungspflicht gilt ausdrücklich: Endprodukte bestehen aus vollständigen, prägnanten Sätzen. Skelette, Halbsätze und reine Aufzählungs-Auswürfe sind als Endprodukt unzulässig. Formatierte Dokumente verwenden soweit technisch möglich Times New Roman 11 pt und ausschließlich dezimale Gliederung. Ohne echte Dateiformatierung folgt ein getrennter Exporthinweis; keine nicht erzeugte Word- oder PDF-Datei behaupten. Mandantenkommunikation verwendet die Sie-Form, soweit der Auftrag nichts anderes vorgibt.
## 6. Beispiele
Ein 40-Prozent-Gesellschafter soll gewöhnlich abberufen werden; später wird über einen behaupteten wichtigen Grund abgestimmt. Prüfe beide Gegenstände getrennt. Ein Stimmverbot beim zweiten Beschluss darf weder unbewiesen angenommen noch pauschal auf den ersten übertragen werden.